Zwei Spiele, zwei unterschiedliche Verläufe: Die 1. Frauen des SV Nordenham mussten sich am Samstag zunächst dem SVA Rechterfeld mit 1:3 geschlagen geben. Im zweiten Heimspiel gegen die VG Delmenhorst-Stenum II bewies die Mannschaft Kampfgeist und sicherte sich nach einem spannenden Fünf-Satz-Spiel einen 3:2-Erfolg.
Im ersten Spiel fehlte dem SVN vor allem die Variabilität im Angriff. Für Rechterfeld waren die Angriffe der Nordenhamerinnen zu leicht auszurechnen. Immer wieder spielte der SVN einfache Bälle auf die gegnerische Seite. Dadurch konnte Rechterfeld seine Angriffe gut aufbauen und erfolgreich abschließen. Am Netz setzte Kathrin Niedzella mit einigen guten Blockaktionen wichtige Akzente.
Im zweiten Satz zeigte Nordenham eine starke Reaktion. Mit viel Willen und Einsatz gewann die Mannschaft den Durchgang knapp mit 25:23. Danach lief allerdings kaum noch etwas zusammen. Zahlreiche unnötige Eigenfehler machten es Rechterfeld leicht, sich abzusetzen. Der dritte Satz ging deutlich mit 12:25 verloren.
Für den vierten Durchgang hieß es, den Rückschlag schnell abzuhaken und noch einmal zurückzukommen. Nordenham kämpfte sich in die Partie, konnte den Satz mit 20:25 aber nicht für sich entscheiden. Damit ging das erste Heimspiel mit 1:3 verloren.
Gegen die VG Delmenhorst-Stenum II zeigte sich der SVN im zweiten Spiel zunächst von einer anderen Seite. Die Mannschaft startete konzentriert und griff über alle Positionen druckvoll an. Auch gut platzierte Bälle ins gegnerische Feld sorgten für Punkte. Kathrin Niedzella setzte zudem mit guten Blockaktionen am Netz Akzente. Mit 25:17 sicherte sich Nordenham den ersten Satz.
Im weiteren Verlauf machte sich die Belastung des ersten Spiels zunehmend bemerkbar. Die Beine wurden schwerer, in der Annahme fehlte häufig der letzte entscheidende Schritt, um optimal zum Ball zu stehen. Auch am Netz fehlte es zunehmend an Dynamik. Delmenhorst-Stenum nutzte diese Phase, fand besser ins Spiel und gewann den zweiten und dritten Satz mit 25:23 und 25:20.
Nordenham brauchte eine Antwort und bekam wichtige Impulse von Katharina Bohn. Mit ihren Aufschlagsserien setzte sie die Gäste unter Druck. Auch im Angriff bewies sie Übersicht und Spielintelligenz. Der SVN fand dadurch zurück in die Partie und entschied den vierten Satz mit 25:22 für sich. Der Tiebreak war erreicht.
Im entscheidenden Durchgang mobilisierte die Mannschaft noch einmal alle Kräfte. Nordenham war wieder hellwach und hoch konzentriert. Der Wille, das Spiel unbedingt zu gewinnen, war deutlich zu spüren. Mannschaftsführerin Lilia Folmer trieb ihr Team zusätzlich an und überzeugte selbst mit mehreren schnellen Abwehraktionen.
Der SVN ließ im Tiebreak nichts mehr anbrennen und gewann deutlich mit 15:6. Damit machte die Mannschaft nach einem zwischenzeitlichen 1:2-Satzrückstand den 3:2-Heimsieg perfekt.
Der Heimspieltag zeigte sowohl die Baustellen als auch die Stärken der Nordenhamerinnen. Gegen Rechterfeld fehlten die nötige Variabilität im Angriff und die Konstanz, um nach schwierigen Phasen wieder ins Spiel zu finden. Gegen Delmenhorst-Stenum bewies die Mannschaft dagegen, dass sie auch Rückschläge wegstecken und sich gemeinsam aus einer schwierigen Situation befreien kann.
Gerade nach den beiden verlorenen Sätzen im zweiten Spiel war der klare Erfolg im Tiebreak ein starkes Zeichen. Der SVN belohnte sich für seinen Kampfgeist und sicherte sich einen wichtigen Heimsieg.